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02.09.2020 - Übersetzung

Geschätzte Lesezeit:: 6 Minuten

Rund 770’000 Schweizer Bürgerinnen und Bürger leben aktuell ausserhalb der Schweizer Landesgrenzen. Die Auslandschweizergemeinde oder die «Fünfte Schweiz», wie man sie auch nennt, bildet somit einwohnermässig den viertgrössten Kanton der Schweiz.


Damit Auslandschweizer den Draht zur alten Heimat nicht verlieren, erscheint sechsmal jährlich die «Schweizer Revue» – ein viersprachiges Magazin, das Auslandschweizer über relevante Themen aus der Schweiz auf dem Laufenden hält.


Seit rund zwei Jahren ist SwissGlobal Language Services AG offizielle Sprachpartnerin der «Schweizer Revue» und zuständig für die Übersetzung des Magazins ins Französische, Englische und Spanische sowie für die Übersetzung fremdsprachiger Ausgangstexte ins Deutsche.


Chefredaktor Marc Lettau verrät, worauf es bei der Zusammenarbeit mit einem Sprachdienstleister (LSP) ankommt und was er an der Partnerschaft mit SwissGlobal besonders schätzt.

Marc Lettau, wie kam es zur Zusammenarbeit mit SwissGlobal und was war der entscheidende Faktor, weshalb Sie sich für SwissGlobal als Sprachpartnerin für die «Schweizer Revue» entschieden haben?


Als ich vor rund zwei Jahren das Amt des Chefredaktors der «Schweizer Revue» übernommen hatte, wurden die Übersetzungen für das Magazin noch von einem anderen LSP gemacht. Dieser war jedoch nicht in der Schweiz ansässig und kannte sich nicht mit den kulturellen und sprachlichen Begebenheiten der Schweiz aus. Wir waren sehr unglücklich mit der Qualität der Übersetzungen: Obwohl oft korrekt, rochen die Texte nicht mehr nach Schweiz. Die Tonalität war verstörend. Mir war schnell klar, dass wir mit einem Schweizer LSP zusammenarbeiten müssen und wollen. Denn: Wenn ein Magazin, das die Schweiz im Namen trägt, nicht mehr nach Schweiz klingt, verliert es seine Glaubwürdigkeit und seine Authentizität. Natürlich hat ein Schweizer LSP höhere Preise. Zugleich sind jedoch die Kultur- und Qualitätsunterschiede zu ausländischen Anbietern klar ersichtlich. 


Mit SwissGlobal haben wir eine Sprachpartnerin gefunden, die in unserem eigenen Sprachraum verankert ist und punkto Sprache dieselben Werte teilt wie wir. Für uns ist zum Beispiel sehr wichtig, dass unser Magazin in der deutschen Version nach Deutschschweiz klingt und in der französischen die Westschweiz verrät. Denn die beiden Sprachen sind keine Fremdsprachen, sondern Landessprachen. Da kommt es auf Nuancen durchaus an.


Für viele Kunden muss eine Übersetzung von Produktbeschreibungen oder Dienstleistungen einen weiterführenden Zweck erfüllen, wie z. B. Kundengewinnung oder höhere Verkaufszahlen. Die Sprache ist quasi Mittel zum Zweck. Bei uns ist jedoch die Übersetzung bereits das Endergebnis, das wir unseren Leserinnen und Lesern vorlegen und das uns als Zeitschrift ausmacht. Die Qualität der Übersetzungen ist für uns deshalb von zentraler Bedeutung.


Welche Aspekte sind für Sie matchentscheidend, wenn es um Übersetzungen geht? Was waren Ihre Anforderungen und Bedürfnisse für die mehrsprachige Produktion der «Schweizer Revue»?


An einen LSP stellen wir diverse Anforderungen auf verschiedenen Ebenen.


Auf der Ebene der Agentur schätzen wir die klaren Zuständigkeiten, den persönlichen und unkomplizierten Kontakt zu unserer Ansprechperson bei SwissGlobal. Der konstruktive Austausch, ein gepflegter Umgang und die Zuverlässigkeit von SwissGlobal helfen uns im Geschäftsalltag extrem. Wir betreiben zwar keinen Tagesjournalismus, jedoch geht es, gerade wenn der Redaktionsschluss näher rückt, auch bei uns hektisch zu und her. Zu diesen Zeiten sind wir dann besonders froh über unseren LSP, den ruhigen Pol, auf den wir uns immer verlassen können.


Auf der Ebene der Übersetzer gefallen uns die proaktiven Rückmeldungen, die wir von unseren Stammübersetzern erhalten. Wir möchten keine schematischen oder sklavisch präzisen Übersetzungen. Unsere Texte sind vielseitig und inhaltlich anspruchsvoll. Sie setzen voraus, dass die Übersetzer mit der Schweizer Lebensrealität und lokalen Begebenheiten vertraut sind. Unsere Stammübersetzer kennen unser Magazin mittlerweile bestens. Sie denken mit, besitzen ein hohes Niveau an sprachlicher Finesse und übersetzen generell mit sehr viel Sprachlust.


Auch auf der Ebene der Produktion und Administration können wir uns keine bessere Sprachpartnerin als SwissGlobal vorstellen. Die in 150 Länder verschickte «Schweizer Revue» ist nämlich ein komplexes Gebilde mit aufwendigem Produktionsprozess: Sie erscheint nicht nur in vier Sprachen, sondern zugleich in dreizehn regionalisierten Versionen mit zusätzlichen Nachrichten über das Leben der Auslandschweizergemeinschaft. Weil einige dieser regionalisierten Ausgaben zudem in verschiedenen Sprachen erscheinen, zählen wir am Schluss neunzehn sogenannte «Splitausgaben». Vor diesem Hintergrund ist für uns die einwandfreie Koordination der Übersetzungen enorm wichtig. Das Team von SwissGlobal ist meist termintreuer als wir selbst. Das hilft uns sehr, all unsere Deadlines einzuhalten. Sehr unterstützend ist auch die klare und übersichtliche Form der Abrechnungen.


Ist SwissGlobal Ihren Erwartungen gerecht geworden?


Ja, absolut. Die Zusammenarbeit war von Anfang an sehr gut und wurde mit der Zeit und dem gegenseitigen Kennenlernen sogar noch besser.


Gibt es Dinge, die Sie rückblickend anders machen würden hinsichtlich der Produktion eines mehrsprachigen Magazins? Gibt es Lernerfahrungen, die Sie anderen Kunden auf den Weg geben können?


Nicht direkt anders, aber gute Übersetzungen sind zu einem grossen Teil auch abhängig von der Vorleistung des Kunden. Die Qualität der Übersetzung kann nur so gut sein wie die Qualität des Ausgangstextes. Sauber erarbeitete Terminologielisten und Glossare sind zudem wichtig für eine konstante, eindeutige und somit optimal verständliche Sprache. Sicherlich hätten wir dort noch etwas mehr Zeit in die Bereinigung unserer Terminologieliste investieren können, aber diese ist ja nicht statisch, sondern entwickelt sich laufend weiter. Des Weiteren empfinden wir es als wichtig, die Partnerschaft zum LSP zu pflegen und sich gegenseitig gut kennenzulernen. Mittlerweile kennen unsere Stammübersetzer unsere verschiedenen Textsorten und wissen meist ohne spezifische Instruktionen von uns, welche Tonalität wo angebracht ist. Das steigert für beide Parteien die Effizienz, spart Zeit und führt zu besseren Texten.


Wem würden Sie SwissGlobal als Sprachdienstleisterin empfehlen, und worauf sollte man generell bei der Wahl eines LSP achten? 


SwissGlobal kann ich anspruchsvollen Unternehmen empfehlen, die eine auf Dialog und aktive Anteilnahme ausgerichtete Sprache als wichtig empfinden und eine enge und partnerschaftliche Beziehung zu Ihrem LSP pflegen möchten. Empfehlen würde ich eine in der Schweiz domizilierte, hochwertige Übersetzungsdienstleisterin wie SwissGlobal auch jenen, die sich selber im Klaren sind, warum sie so hohe Ansprüche an die Textqualität haben, und deshalb wirklich bereit sind, in ihrem LSP nicht bloss einen Auftragnehmer zu sehen, sondern eben einen Partner – den Sprachpartner. Man sollte sich der eigenen Ziele und Bedürfnisse bewusst sein und sicherstellen, dass der LSP sie optimal erfüllen kann.

Sie sind Auslandschweizer oder Auslandschweizerin und möchten die «Schweizer Revue» abonnieren? Sämtliche Informationen zu den Abos und der Zustellung des Magazins finden Sie hier auf der Website.

Neugierig geworden auf die Dienstleistungen von SwissGlobal? Wir würden uns freuen Sie kennenzulernen. Treten Sie in Kontakt mit uns für ein unverbindliches Gespräch.